Die Geschichte der Münchener Feuerwehr

In Deutschland wird Sicherheit sehr ernst genommen. München ist eine ruhige und komfortable Stadt zum Leben, was auch der lokalen Feuerwehr zu verdanken ist.

Über die Geschichte, Aufgaben und Einsätze der tapferen Feuerwehrleute berichten wir weiter auf munich1.one.

Eine bewegte Geschichte

Die Gründung der Feuerwehr in München erlebte mehrere erfolglose Versuche und scheiterte zunächst aus verschiedenen Gründen. Am 10. September 1866 wurde eine freiwillige Feuerwehr gegründet. Ein entscheidender Moment war der große Brand am 9. Juli 1866, der die Notwendigkeit einer Rettungsdienststruktur aufzeigte. Bereits einige Monate später nahm die Einheit ihre Arbeit auf. Der erste Leiter war der Baumeister Reinhold Hirschberg.

Mit dem Wachstum Münchens wuchs auch die Feuerwehr. 1870 wurde in der Stadt eine ständige Nachtwache eingerichtet, die der Feuerwehr zugeteilt wurde. Die Münchener Berufsfeuerwehr wurde 1879 gegründet und begann seitdem eine rasante Entwicklung.

Die Stadterweiterung und das Bevölkerungswachstum machten eine Verbesserung der Fähigkeiten und Strukturen erforderlich. So ersetzte die Feuerwehr 1913 die Pferdekutschen durch Benzinmotorfahrzeuge. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs weiter, was bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs anhielt. Während des Krieges wurde die Feuerwehr teilweise aufgelöst und verlor ihre Befugnisse. 1947 wurde sie wieder aufgebaut, wobei einige Einheiten erst später zurückkehrten.

Zu den Olympischen Sommerspielen 1972 wurde eine lautlose Alarmanlage eingeführt. Bis dahin hatten Sirenen auf den Dächern der Feuerwachen gewarnt. Ende der 1970er Jahre schloss die Feuerwehr München eine Partnerschaft mit dem Fahrzeughersteller Magirus-Deutz, um eine neue Hebeleiter für die Stadt zu entwickeln.

Die Struktur der Feuerwehr

Heute zählt die Berufsfeuerwehr München etwa 1.700 Mitarbeiter. Laut Dienstangaben sind täglich 300 Feuerwehrleute und medizinische Notfallkräfte in Einsatzbereitschaft. Jährlich beteiligt sich die Feuerwehr an rund 5.000 Brandeinsätzen und mehr als 55.000 Rettungseinsätzen.

Die Feuerwehr München verfügt über zehn Feuerwachen in der Stadt. Die zentrale Wache, die 1904 eröffnet wurde, dient auch als Verwaltungszentrum und koordiniert den Schutz öffentlicher Gebäude und die Überprüfung von Brandschutzsystemen. Hier befinden sich auch Fahrzeuge der Inspektion, die Notfalleinheit und ein Neugeborenen-Rettungswagen.

Feuerwache 2 in Westend wurde 1967 gegründet und kümmert sich um die Wartung von Atemschutzgeräten und Notfallausrüstung. Die Feuerwache 3, ebenfalls in Westend, verfügt über spezielle Fahrzeuge, darunter ein Tanklöschfahrzeug, für Einsätze in Extremsituationen. Die Schwabinger Wache wurde 2016 als Sicherheitsbasis eingeweiht.

Feuerwache 5 in Ramersdorf existiert seit 1951 und ist die Zentrale für technische Wartung. Alle neuen Ausrüstungen der Feuerwehr werden hier geprüft. Zudem gibt es in Pasing eine Wache in der Nähe des Bahnhofs, die auch als Trainingsstandort dient.

Seit 1960 gibt es eine Wache in Milbertshofen mit einer Werkstatt für Tischlerarbeiten, die Möbel für andere Feuerwachen herstellt. Die Feuerwache in Föhring liegt außerhalb der Stadt und schützt umliegende Gemeinden und das Heizkraftwerk. Die Wache in Neuperlach, in Betrieb seit 1975, verfügt über eine Reparaturwerkstatt und eine Schneiderei für Dienstkleidung. Die zehnte Wache liegt im Stadtteil Riem und befindet sich auf dem Gelände des alten Flughafens.

Katastrophenmanagement

Die Münchener Feuerwehr ist für die Kontrolle von Naturkatastrophen und die schnelle Reaktion im Notfall verantwortlich. Hierfür existiert die Münchener Katastrophenschutzdienst, der auch Freiwillige, die vom Wehrdienst befreit sind, aufnimmt. Der Erfolg dieser Einheit liegt in ausgezeichneter Organisation und präzisen Abläufen, die von örtlichen Einsatzleitern koordiniert werden.

Der Schutz menschlichen Lebens ist die oberste Priorität der Feuerwehr, weshalb die Organisation ihrer Arbeit höchste Aufmerksamkeit erfordert. Modernste Ausrüstung, hochqualifiziertes Personal und kontinuierliche Überwachung sind Grundvoraussetzungen für die Arbeit der staatlichen Feuerwehr München.

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