Buchliebhabern in München stehen zahlreiche Bibliotheken zur Verfügung, in denen sie wertvolle Werke unterschiedlichster Genres finden können.
In unserem Beitrag erzählen wir ausführlicher von einer der bekanntesten Bibliotheken Münchens.
Für alle, die gerne in gemütlicher Umgebung in Büchern schmökern, laden wir zum Weiterlesen ein.
Die Bayerische Staatsbibliothek – ein altes Haus der Bücher. Sie ist eine der bedeutendsten Einrichtungen dieser Art in Europa. Mehr dazu auf munich1.one.
Eine reiche Geschichte des Bücherreichs
Die Bayerische Staatsbibliothek wurde 1558 gegründet. Ihr Gründer war der Wittelsbacher Herzog Albrecht V.
Zunächst bestand sie aus der privaten Bibliothek des deutschen Diplomaten und Philologen Johann Albrecht Widmanstetter.
Der Buchbestand umfasste etwa 300 Handschriften und 90 Druckwerke, überwiegend wissenschaftliche Literatur.
Im Jahr 1571 wurde dieser Bestand erheblich durch den Erwerb der Sammlung des Augsburger Bankiers Johann Jakob Fugger erweitert, wodurch die Bibliothek über 10.000 Bände, darunter auch italienische Werke, erhielt.
1663 erließ die örtliche Regierung ein Gesetz, wonach zwei Exemplare jeder in Bayern veröffentlichten Publikation der Bayerischen Staatsbibliothek übergeben werden mussten. Dies sorgte für eine stetige Aufstockung des Bestands zur Freude der Leser.
Durch den Erwerb weiterer Buchsammlungen wuchs und erlangte die Bayerische Staatsbibliothek immer mehr Bekanntheit.
Ihr heutiges Gebäude wurde erst in den 1840er Jahren errichtet. Der berühmte Architekt Friedrich von Gärtner entwarf das neorenaissance Bauwerk.
Dann wurde die erfolgreiche und ereignisreiche Entwicklung der Bibliothek durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen. Zu Beginn des Krieges wurden wertvolle Werke evakuiert. Dennoch verlor die Bibliothek mehr als 500.000 Bücher, und auch das Gebäude selbst wurde fast vollständig zerstört. Doch das war nicht das Ende.
Im Jahr 1970, nach einer langen Restaurierungsphase, nahm die Bibliothek ihren Betrieb wieder auf.
Seitdem hat die Bayerische Staatsbibliothek ihren Weg der Modernisierung und des Erreichens neuer Höhen fortgesetzt. Die Mitarbeiter schaffen es, mit der Zeit zu gehen und zugleich alte Traditionen zu bewahren. So begann die Bibliothek 2007 eine Zusammenarbeit mit der Firma Google, um urheberrechtsfreie Bestände zu digitalisieren.
Die moderne Bayerische Staatsbibliothek bietet heute gemütliche Lesesäle mit riesigen Regalen voller wertvoller Druckwerke und gleichzeitig fortschrittliche Computertechnologien zum Komfort der Benutzer.

Eine Bibliothek für die Leser
Die Bayerische Staatsbibliothek arbeitet zum Wohl ihrer Benutzer. Ein Bibliotheksausweis kann schnell an einem Werktag ausgestellt werden. Fast alle Dienstleistungen sind kostenlos, mit Ausnahme der Vorbestellung von Büchern und der Fernleihe.
Der Allgemeine Lesesaal ist von acht Uhr morgens bis Mitternacht geöffnet und bietet etwa 130.000 verschiedene Werke.
Die Bibliothek verfügt auch über einen Lesesaal für Zeitschriften, in dem eine große Auswahl aktueller Magazine zu finden ist.
Dieser Saal ist wochentags von acht Uhr morgens bis neun Uhr abends geöffnet, am Wochenende bis fünf Uhr nachmittags.
Die Einheimischen und Gäste Münchens sind mit dem Gebäude der Bayerischen Staatsbibliothek bestens vertraut.
Am Haupteingang stehen vier Statuen, die viele als „Die vier Heiligen Drei Könige“ bezeichnen.
Aber wen stellen sie wirklich dar?
In Wirklichkeit zeigen die Statuen den Begründer der Geschichtsschreibung Thukydides, den Dichter Homer, den Philosophen Aristoteles und den Vater der Medizin Hippokrates. Diese Auswahl ist nicht zufällig – die vier Weisen symbolisieren die Hauptbereiche der Bayerischen Staatsbibliothek: Geschichte, Literatur, Medizin und Philosophie.

Die digitale Bibliothek
Wie bereits erwähnt, war die Zusammenarbeit mit Google ein großer Fortschritt für die Bibliothek.
Dank dieses Projekts wurden seltene Werke aus dem 17. bis Ende des 19. Jahrhunderts digitalisiert, darunter Bücher von Goethe, Kleist, Schiller und anderen. Dies ermöglichte einer breiten Öffentlichkeit den Zugang zu diesen Raritäten und gewährleistete den Erhalt der Originale.
Nach Angaben der Bibliothek bietet sie freien Zugang zu über 500 digitalisierten Buchausgaben, die im elektronischen Katalog „OPACplus“ verfügbar sind.
Die digitalen Kopien der Werke der Bayerischen Staatsbibliothek ergänzen auch die Sammlungen der Europäischen Digitalbibliothek und der Deutschen Digitalen Bibliothek.
Damit wurde die Bibliothek zum größten Anbieter elektronischer Ressourcen in deutscher Sprache.
So konnte die Bayerische Staatsbibliothek sowohl die Liebhaber gedruckter Bücher als auch diejenigen, die lieber mit einem E-Book lesen, zufriedenstellen.
Lesen, Neues entdecken und sich weiterbilden – die ideale Formel für eine produktive Freizeitgestaltung. Dank der Bayerischen Staatsbibliothek kann man dies in einer angenehmen und inspirierenden Umgebung tun.
Ein breites Angebot an Druckwerken, benutzerfreundliche Ausstattung und Zugänglichkeit – die Bibliothek kümmert sich sorgfältig um ihre Gäste.
